Ein Lehnstag auf Burg Eppstein oder Das Kettenhemd

von Dr. Bernhard Thurn

22. Juni 201323. Juni 201329. Juni 201330. Juni 2013
Schon der Titel ‚Ein Lehnstag auf Burg Eppstein‘ verweist auf längst vergangene Zeiten. Es ist das Stück, das Franz Tochtermann verfasste und das 1913 als Premiere der gegründeten Burgfestspiele aufgeführt wurde.

Die Burgschauspieler haben sich 100 Jahre später zu einer Neuauflage entschlossen. Hieß damals der Untertitel ‚Mittelalterliches Volksfestspiel‘, heißt er in der modernen Fassung ‚Das Kettenhemd‘. Der Unterschied wird deutlich. Ging es damals um den 1437 stattgefundenen Zwist im Hause Eppstein zwischen den Brüdern Gottfried VII. und Eberhard II., der letztlich einvernehmlich mit der Aufteilung des Hauses beendet wurde, so zeigt die moderne Adaption die historische Dimension mit einem Schuss Komik und Selbstironie.

Wie damals entbrennt ein heftiger Streit, doch überlagert wird das tragische Geschehen von den hilflosen Bemühungen der Truppe und ihrem überforderten Regisseur, das Stück auf die Bühne zu bringen. Da wird nicht nur die historische Wahrheit angezweifelt; die Kostüme (‚Das Kettenhemd‘) erhalten besondere Bedeutung wie auch die menschlichen Bedürfnisse der Schauspieler (‚Duschen‘, ‚Beziehungen pflegen‘) etc.

Wenn es bei dem ‚Volksschauspiel‘ weit über 200 Eppsteiner Bürger waren, die mitwirkten, stehen im modernen Stück immerhin noch ca. 60 Spieler auf der Bühne. Grafen, Bauern, Chorsänger, Kinder und Jungfrauen bemühen sich in einer schwierigen Generalprobe die Aufführungsreife zu erlangen. Chöre und eine ‚echte‘ Blasmusik sorgen für den gebührenden Rahmen.

Die Rollen und Ihre Besetzung:

Gottfried,Graf von Eppenstein – Richard El Duweik
Eberhard, Graf von Eppenstein-Königsstein – Dirk Büttner
Gottfrieds Bruder
Anna von Cronberg, Eberhards Gemahlin – Linda Kratz
Wildgraf von Daun – Knut Vollmuth
Jörges, ein Wilddieb – Florian Schrimpf
Lukardis, des Wilddiebs Weib – Kristin Seemayer
Burgvogt – Ulrich Geffert
Gerlach von Nassau – Michael Christmann
Graf von Nassau-Dillenburg – Arno Bachmann
Graf von Runkel – Stefan Steyer
Der Medikus – Bernd Höpfner
Narr – Juliane Rödl
Bruder Ignatius – Erhard Waldmann
Brändel, Gottfrieds Kellermeister – Helmut Czepl
Brändels Weib – Nicole Canné
Der Scharfrichter – Bernd Höpfner
Der Schmied von Eppenstein – Erich Schlosser
Sannche, dessen Braut – Janna Bergen
Mutter Christine – Gerda Bimmel
Kräutelbäuerin -Edith Wisskirchen
Die Lerchnerin – Susanne Waldmann
Ein Höriger – Philipp Fischer
Ein Knecht – Nicolas Ludwig
Page – Ronny Skowronnik
Die Kleine – Luise Berger, Stella Thurn, Julia Vogel
Regisseur Volker – Steuernagel
Souffleuse – Andrea Mauer
Inspizientin – Gabi Wittich
Jungfrauenchor:
Lisa Ast, Kathleen Mae Sommer, Kristin Seemayer, Katrin Jacobi, Clara Jacobi, Ursula , Margrit van Staveren, Nicola Sasse, Stani Schmidt, Christiane Eggensperger
Volk:
Ensembel Jungfrauenchor, Johann Kron, Sigfried Baier, Hofstaat wie oben

Gastrollen: Nele Neuhaus, Michael Cyriax, Peter Arnold, Claus Wilke,
Christine Baum, Monika Rohde-Reith

Souffleuse: Maria Thurn

Inspizientin: Sandra Herzcig

Kostüme: Gerda Bimmel + Fundus Burgschauspieler

Pferd: Halterin: Gerda Bimmel

Maske: Bianca Tatzelt, Kristina Rees, Katja Seemayer

Technik: Tim Reinhard, Tobias Grau, Patrick Völker

Catering: Ingrid Höpfner, Bianca Tatzelt

Regieassistenz: Gerda Bimmel

Regie: Bernhard Thurn

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